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News-Update - März 2023

von QuickBird Medical

1. DiGA-Update

Eine neue Anwendung wurde im Verzeichnis gelistet:

Die DiGA priovi wurde für PatientInnen mit Borderline-Persönlichkeitsstörungen konzipiert. Das Programm soll Nutzenden dabei helfen, besser mit ihren Gefühlen umzugehen und emotionale Instabilität zu verringern. Die App ist zur eigenständigen Nutzung in Ergänzung zur üblichen Versorgung von PatientInnen bestimmt. Dies ist die siebte DiGA der GAIA AG, die im DiGA-Verzeichnis gelistet wurde.


Derzeit sind 44 Anwendungen gelistet.


Das aktuelle DiGA-Verzeichnis finden Sie hier: https://quickbirdmedical.com/diga-verzeichnis/

2. Digitalisierungsstrategie: ePA und Änderungen für DiGA/DiPA

Gesundheitsminister Karl Lauterbach hat die Digitalisierungsstrategie vorgestellt. Im Fokus stand besonders die ePA: Deutschland versuche seit Jahrzehnten, eine flächendeckende digitale Gesundheitsakte einzuführen, damit Ärzte, Forscher und Unternehmen auf Behandlungsdaten zurückgreifen können. Bisher existiere diese Akte aber nur für einen sehr kleinen Teil der Patienten. Das soll sich nun ändern.


Durch die Digitalisierungsstrategie soll der Mehrwert der Nutzung von Gesundheits- und Pflegedaten und die Anforderungen an Datenschutz und -sicherheit angemessen ausbalanciert werden.


Die in der Strategie definierten, terminierten Kernvorhaben sind folgende:

  • Bis zum Jahr 2025 sollen 80 Prozent der gesetzlich Versicherten über eine elektronische Patientenakte (ePA) verfügen.

  • Bis 2026 gibt es in mindestens 60 Prozent der hausärztlich unterversorgten Regionen eine Anlaufstelle für assistierte Telemedizin.

  • Im Jahr 2026 erfolgen 80 Prozent der Kommunikationsvorgänge im Gesundheits- und Pflegewesen papierlos.

  • Bis Ende des Jahres 2026 werden mindestens 300 Forschungsvorhaben unter Nutzung von Daten aus dem Forschungsdatenzentrum durchgeführt beziehungsweise initiiert.

Das sind die DiGA/DiPA betreffenden Änderungen:

Der Spitzenverband Digitale Gesundheitsversorgung hat die DiGA und DiPA betreffenden Änderungen gut zusammengefasst.

Die wohl größte Veränderung für Hersteller ist, dass in Zukunft wohl auch Medizinprodukte der Risikoklasse IIb als DiGA zugelassen werden können.

Eine Auflistung der wichtigsten DiGA/DiPA betreffenden Veränderungen finden Sie hier:

Quelle: Digitalisierungsstrategie, Spitzenverband Digitale Gesundheitsversorgung

Zur Digitalisierungsstrategie:
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/D/Digitalisierungsstrategie/BMG_Broschuere_Digitalisierungsstrategie_bf.pdf

3. DiGA Statistiken:

15 der 17 unter MDR veröffentlichten DiGA und alle 27 unter MDD veröffentlichten DiGA gehören Risikoklasse I an

Nach den Veränderungen, die durch die Digitalisierungsstrategie im DiGA-Umfeld Einzug erhalten sollen, sind wir gespannt, wie sich die Verteilung der Medizinprodukt-Risikoklassen zukünftig entwickeln wird.

Momentan sind nur zwei DiGA der Risikoklasse IIa unter MDR und keine unter MDD gelistet. Diese DiGA sind Kaia COPD und Kaia Rückenschmerzen.


Entdecken Sie jetzt unser DiGA-Dashboard für Informationen über die Risikoklassen-Verteilung, Preise bzw. Kosten, die Dauer der Verordnungen und viele weitere Real-time-Statistiken der aktuellen DiGA-Landschaft.

DMEA Berlin

25. - 27.04.2023

Hier Termin vereinbaren

4. DiPA-Bilanz: Es herrscht Zurückhaltung

Seit Dezember letzten Jahres können Hersteller von digitalen Pflegeanwendungen (DiPA) eine Zertifizierung Ihrer Produkte beim BfArM beantragen. Die Anforderungen sind hoch, so muss zum Beispiel der Wirksamkeitsnachweis für die DiPA bereits bei Antragstellung vorgelegt werden.

Bisher hat kein Unternehmen einen Antrag gestellt. Das BfArM verzeichnet jedoch großes Interesse an dem Verfahren und gibt dem Handelsblatt gegenüber an, man befinde sich in der Phase, in der die Hersteller Beratungsanfragen stellen.


Zum Vergleich: Erste DiGA-Anträge wurden bereits kurz nach Freischaltung des Antragsportals gestellt und die erste DiGA wurde nach dreieinhalb Monaten zugelassen.


Wir sind weiterhin auf die erste zertifizierte Pflege-App gespannt.


Handelsblatt-Artikel zum Thema:

https://www.handelsblatt.com/inside/digital_health/dipa-start-ups-sehen-digitale-pflegeanwendung-kritisch/28874814.html

5. YouTube Health: Verlässliche Gesundheitsinformationen erhalten Label

Youtube Deutschland zeichnet nun Kanäle aus dem medizinischen Umfeld aus, um die Sicherheit und Qualität der Informationen zu gewährleisten. Die Entscheidung erfolgt vor dem Hintergrund, dass immer mehr Menschen medizinische Informationen online suchen und die Sprechzeiten von Ärzten immer knapper werden.


Universitätskliniken, Krankenhäuser und staatliche Einrichtungen werden automatisch verifiziert und erhalten das neue Siegel, während Ärzte und Organisationen bestimmte Kriterien in einem Bewerbungsprozess erfüllen müssen. Dazu gehört beispielsweise, dass sie eine gewisse Sendezeit und Zuschauer vorweisen können und dass ihre Videos technisch einem Standard entsprechen.


Die Initiative von Youtube ist ein wichtiger Schritt, um sicherzustellen, dass medizinische Informationen im Internet zuverlässig und korrekt sind. Es ist jedoch genauso wichtig, dass Nutzerinnen und Nutzer kritisch bleiben und die Quellen von medizinischen Informationen überprüfen, um ihre Gesundheit und Sicherheit zu gewährleisten.


Zum Handelsblatt-Artikel: https://www.handelsblatt.com/dpa/health-label-youtube-kennzeichnet-verlaessliche-gesundheitsinformationen-/29008110.html

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