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News-Update - Mai 2023

von QuickBird Medical

1. DiGA-Update

Zwei neue Anwendungen wurden im Verzeichnis gelistet:


ProHerz soll PatientInnen mit chronischer Herzinsuffizienz bei dem Selbstmanagement ihrer Erkrankung unterstützen. Die Nutzenden können ihre Vitalparameter, einschließlich Blutdruck, Sauerstoffsättigung, Puls, Temperatur und Gewicht, digital erfassen und sicher übermitteln. Durch die fortwährende Analyse der gesammelten Daten agiert ProHerz als therapeutischer Begleiter und Frühwarnsystem.


NeuroNation MED ist eine mobile Anwendung, die personalisiertes kognitives Training bereitstellt. Ihr Hauptziel ist es, Menschen mit erworbenen oder neurodegenerativen kognitiven Beeinträchtigungen zu unterstützen und ihre Symptome zu lindern.


Derzeit sind 47 Anwendungen gelistet.


Das aktuelle
DiGA-Verzeichnis finden Sie hier: https://quickbirdmedical.com/diga-verzeichnis/

Entdecken Sie auch unser neues Real-time DiGA-Dashboard, in dem die Informationen aus dem DiGA-Verzeichnis stets aktuell zusammengefasst werden:

https://quickbirdmedical.com/diga-statistik-zahlen/

2. Start-up klagt gegen Kasse: Präzedenzfall für DiGA-Verordnungen?

Einige Krankenkassen haben wohl ärztliche DiGA-Verordnungen übergangen und den Versicherten günstigere Alternativen angeboten. Ein App-Entwickler hat nun Klage gegen eine Innungskrankenkasse (IKK) eingereicht, um ein Präzedenzurteil zu erwirken.


Das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) hat bereits Beschwerden gegen einige Kassen erhalten und steht in Kontakt mit dem Bundesgesundheitsministerium. Eine Nachricht zur rechtlichen Bewertung der Umsteuerung auf andere DiGA wird in Kürze erwartet. ÄrztInnen und ExpertInnen betrachten dieses Vorgehen als Grenzüberschreitung und fordern ein klares Signal gegen die Einmischung von Krankenkassen in medizinische Entscheidungen.


Lesen Sie den ausführlichen Artikel des Handelsblatts: 

https://www.handelsblatt.com/inside/digital_health/app-entwickler-klagt-krankenkasse-uebergeht-wohl-aerzte-verordnung/29144972.html

3. DiGA Fast-Track-Verfahren in Frankreich

Durch einen kürzlich verabschiedeten Erlass in Frankreich soll ein Fast-Track-Verfahren für DiGA eingeführt werden. Für Hersteller könnte Frankreich damit als Absatzmarkt interessanter werden.


Ähnlich wie im deutschen Zulassungsprozess müssen die französischen Anwendungen eine CE-Kennzeichnung besitzen, einen medizinischen Zweck erfüllen und den Datenexport ermöglichen. Wenn Hersteller die Wirksamkeit der DiGA innerhalb von sechs Monaten nach Abschluss des Fast-Track-Verfahrens nachweisen, wird die Anwendung in die Liste der erstattungsfähigen Produkte und Dienstleistungen aufgenommen.


Die französische Gesundheitsbehörde Haute Autorité de santé (HAS) akzeptiert sowohl Real-World-Evidence als auch Daten aus klinischen Studien, die außerhalb Frankreichs durchgeführt wurden.


Weitere Informationen über die Preisgestaltung im Handelsblatt-Artikel: 

https://www.handelsblatt.com/inside/digital_health/gesundheitsapps-neuer-markt-fuer-deutsche-firmen-wie-attraktiv-ist-die-franzoesische-diga/29136588.html

4. Leitfaden: DiGA-Marketing und Vertrieb

Wie können Sie als DiGA-Hersteller das Marktpotenzial Ihrer DiGA bestmöglich ausschöpfen?


QuickBird Medical hat einen Leitfaden verfasst, der die verschiedenen Instrumente beleuchtet, mit welchen Sie die für sich optimale Marketing- und Vertriebsstrategie aufbauen können. Dabei geht es um die Wahl von Vertriebskanälen, das Verständnis der Bedürfnisse von Patienten sowie Ärzten und die effektive Nutzung digitaler Werbung.

Hier lesen:
https://quickbirdmedical.com/diga-marketing-vertrieb/

5. DiGA-Durchschnitsspreise

Die meisten DiGA, die dauerhaft gelistet sind, bewegen sich in einem Kostenrahmen zwischen 200 und 300 €.

Wie unterscheiden sich die Preise von vorläufig und dauerhaft gelisteten DiGA? Unser neues DiGA-Dashboard gibt Ihnen Aufschluss über die Preisgestaltung, Risikoklassen-Verteilung uns vieles mehr: https://quickbirdmedical.com/diga-statistik-zahlen/

6. Sicherheitslücke bei DiGA entdeckt

Die NutzerInnen der DiGA edupression erhielten am 5. Mai eine E-Mail, die sie beunruhigte. Die Betreibergesellschaft Sofy GmbH informierte sie über einen nicht autorisierten Zugriff auf persönliche und gesundheitsspezifische Daten, einschließlich sensibler Informationen wie beispielsweise Suizidgedanken. edupression dient zur Dokumentation von psychischen Zuständen und soll Usern dabei helfen, Schlafstörungen und belastende Gedanken zu bewältigen.


Die Cyber-Attacke ging von der Aktivistengruppe Zerforschung aus, die dem Unternehmen eine Sicherheitslücke aufzeigte und dabei bestimmte Daten entnahm.


Das Unternehmen reagierte umgehend und behob die Sicherheitslücke. Nach Unternehmensangaben bestehen keine Anzeichen darauf, dass Daten weitergegeben wurden.


Zum ausführlichen Artikel des Handelsblatts:
https://www.handelsblatt.com/inside/digital_health/edupression-hackerangriff-auf-gesundheitsapp/29135526.html