In der Modellregion Hamburg und Umgebung hat die gematik mit Arztpraxen, Krankenkassen und Softwareanbietern zwischen Mai und September 2025 erstmals unter Realbedingungen den E‑Rezept‑Prozess für DiGA getestet. Technisch funktionierte das System gut: Die Integration in die Praxisverwaltungssysteme klappte ohne größeren Schulungsaufwand, und das Verfahren lief stabil und zuverlässig unabhängig vom eingesetzten System.
Von 119 ausgestellten DiGA‑Verordnungen wurden jedoch nur 28 (15 per App, 13 per Papiertoken) tatsächlich eingelöst. Die große Mehrheit blieb ungenutzt.
Als Hauptgründe wurden eine zu komplizierte Authentifizierung in den Apps, der ungewohnte digitale Ablauf und unklare oder verwirrende Informationen bzw. Ausdrucke bemängelt.

Grafik zu den eingelösten DiGA-E-Rezepten im gematik-Pilotprojekt
Der Spitzenverband Digitale Gesundheitsversorgung (SVDGV) forderte daher Nachbesserungen, insbesondere einen deutlich nutzerfreundlicheren, barrierearmen und durchgängig digitalen Einlöseweg. Andernfalls eigne sich das Verfahren nicht für eine bundesweite Einführung.
Der Abschlussbericht der gematik wurde hier veröffentlicht: Abschlussbericht der E-Verordnung DiGA-Pilotierung